PETA50Plus gibt Tipps für einen igelfreundlichen Herbstgarten

So wird der Garten zum perfekten Winterquartier

PETA50Plus gibt Tipps für einen igelfreundlichen Herbstgarten

PETA50Plus.de gibt Tipps für einen igelfreundlichen Herbstgarten

Hilfe für Igel im Herbst: Die Tage werden kürzer und die Temperaturen sinken. Wildtiere wie der Igel bereiten sich jetzt auf den Winterschlaf vor. Doch inmitten der Kulturlandschaft und der eng bebauten Siedlungsbereiche wird der Lebensraum für die stacheligen Tiere immer knapper. Und damit auch das Nahrungsangebot sowie Rückzugsmöglichkeiten für die Einrichtung ihrer Nester und Winterquartiere. Gartenbesitzer können den Igeln ganz leicht helfen, indem sie ihre Grundstücke naturnah gestalten. Wie ein igelfreundlicher Garten aussieht und wann diese Tiere außerdem menschliche Hilfe benötigen, verrät Vanessa Reithinger, Fachreferentin für Wildtiere bei der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V.

“Gesunde, kräftige Igel benötigen normalerweise keine menschliche Hilfe bei der Überwinterung”, so Vanessa Reithinger. “Doch ihr Lebensraum wird immer enger und die Gefahren durch Autos oder Gifte immer größer. Deshalb sollten Gartenbesitzer bei den herbstlichen Aufräumarbeiten auf ihren Grundstücken ein Herz für Igel zeigen. Mit nur wenigen Tricks können sie die stacheligen Tiere so bei der Vorbereitung auf die kalten Monate unterstützen.”

So gestalten Sie Ihren Garten igelfreundlich:

– Natürliches Grün: Büsche und Hecken bieten Igeln Unterschlupf und Nahrung. Insekten, die sich dort tummeln sind für die Igel ein wichtiges Hauptnahrungsmittel, um sich ein Polster für den Winterschlaf zuzulegen.

– Tierfreundliche Gartenpflege: Bei der Düngung des Gartens sollte unbedingt auf natürliche Produkte wie Komposterde und Rindenmulch zurückgegriffen werden. Chemische Mittel, die Insekten und Schnecken töten, schaden in der Folge auch den Igeln.

– Durchgänge schaffen: Hecken sind eine natürliche Alternative zum Gartenzaun und ermöglichen den Igeln den Durchgang zu anderen Gärten. So können die Tiere von Garten zu Garten streifen und ausreichend Nahrung finden.

– Igelhäuser einrichten: Ein wetterfester mit Laub ausgepolsterter Unterschlupf ist ein ideales Versteck und Winterquartier. Reisighaufen, überdachte Laubhaufen, Zwischenräume unter dem Gartenhäuschen, Hohlräume unter Holzstapeln oder unter großen Wurzeln alter Bäume eignen sich hierzu.

Diese Igel benötigen menschliche Hilfe:

– Kranke oder verletzte Igel: Untergewicht, Taumeln, Zittern, Husten und Röcheln, rasselnde Atmung, ein “Sich-nicht-Einrollen” und das Umherlaufen am hellen Tag weisen auf einen schlechten Gesundheitszustand hin.

– Verwaiste Igelkinder: Befinden sich wenige Tage alte Igelkinder – mit geschlossenen Augen und Ohren – außerhalb ihres Nestes, sind diese womöglich verwaist und brauchen Hilfe.

– Nahrungsmangel im Herbst und Frühjahr: Finden die Tiere nicht genügend Nahrung in der Natur, kann ihnen mit etwas Futter geholfen werden. Die Nahrungsempfehlung für Igel lässt sich beim Tierarzt oder einer ortsansässigen Igelstation erfragen.

– Winteraktive Igel: Bei Dauerfrost und Schnee befinden sich gesunde Igel im Winterschlaf, um die kalte Jahreszeit zu überbrücken. Im Winter aktive Tiere sind meist krank, schwach oder haben sich im Herbst kein ausreichendes Fettpolster anfuttern können. Sie überleben den Winter ohne menschliche Hilfe in der Regel nicht.

Tierfreunde, die einen hilfsbedürftigen Igel finden, sollten einen Tierarzt, das örtliche Tierheim oder eine Igelauffangstation kontaktieren. Dort bekommt das Wildtier professionelle Hilfe.

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